Hey, am allerersten Tag besuchten wir die Alfred – Toepfer-Akademie für Naturschutz. Dazu gehörte ein Rundgang durch die Lüneburger Heide. Trotz des schlechten Wetters konnten wir viele neue Erfahrungen sammeln und hatten viel Spaß. Ein kleines Highlight für uns waren die Heidschnucken. Am zweiten Tag begannen die Vorbereitungen für unser Hörspiel. Wir erfanden Charaktere und erschufen die Welt unseres Hörspiels. Außerdem fingen wir an, viele Dialoge zu schreiben, was wir am Mittwoch fortsetzten. Am Donnerstag war es dann endlich soweit. Die Aufnahmen starteten und wir legten richtig los.
Ende letzten Jahres kam mein Musiklehrer auf mich zu, ob ich nicht mit ein paar Profis
zusammen ein Hörspiel produzieren wollen würde. Natürlich habe ich sofort zugesagt: So
eine einmalige Chance lässt man sich nicht entgehen.
Am Montag, den 11.02., startete das Projekt mit einer Studienfahrt in die Weltstadt
Schneverdingen in der Lüneburger Heide. Unser Lehrer, vierzehn Schülerinnen und
Schüler und die besagten Profis (drei an der Zahl) trafen sich am Hauptbahnhof Hannover,
von wo aus wir uns mit dem Heidesprinter auf die Reise begaben. In der Heide
angekommen, trafen wir Dr. Eick Von Ruschkowski von der Alfred Toepfer Akademie für
Naturschutz, der uns ganz viel Interessantes über die Heide und ihre Entwicklung erklärte.
Wusstet Ihr zum Beispiel, dass die Heide auf natürliche Weise keine Heide wäre, sondern
sich zu einem Wald entwickeln würde? In vergangenen Zeiten wurde das Gebiet für
militärische Übungszwecke genutzt, wodurch entstehende Bäume schon im jüngsten Alter
von Panzern überfahren wurden oder sogar gar nicht erst entstehen konnten, was die
Gegend kahl hielt. Stattdessen wird die Landschaft heute, um sie weiterhin zu erhalten,
regelmäßig von sogenannten Heidschnucken beweidet, die junge Pflanzen abknabbern.
Ich glaube für uns alle war das Thema Klimawandel und -schutz nichts grundsätzlich Neues, jedoch hat diese Art von Auseinandersetzung mit dem Thema einen neuen Blickwinkel geschaffen.
Im Hinblick auf die bevorstehende Arbeit, also Texte schreiben und sich in die Figuren hineinzuversetzen, die Szenen so echt wirken zu lassen, wie bestmöglich, hat man die Umwelt, das Geschehen und seinen eigenen persönlichen Alltag ganz anders wahrgenommen und vielleicht auch schon ein Stückweit anders gestaltet…indem man durchaus mehr darauf geachtet hat, dass man keine Produkte in mehrfacher Plastikfolie eingepackt, gekauft hat.
Am Mittwoch, den 13.02.19 hatten wir einen kurzen Workshop mit Lisa Spickschan. Sie ist Schauspielerin, Logopädin und Sprechtrainerin. In den kleinen Gruppen, in denen wir größtenteils auch die Dialoge geschrieben haben, haben wir uns zuerst etwas aufgewärmt. Mit verschiedenen Lockerungsübungen für Kiefer, Stimme und Zwerchfell haben wir eine gute Möglichkeit gefunden uns für unsere bevorstehenden Sprechrollen vorzubereiten.
Elisabeth, Lina, Ann-Kathrin (Bei Fragen schreibt uns gerne eine Instagramnachricht: @elisabethwmr @lina.0606 @annka.eulr
Hammer, jetzt geht’s los. Muss ich mal los werden…..
Letztes Jahr kam die Klimaschutzleitstelle der Region Hannover auf mich zu. Sie waren auf der Suche nach kreativen, passenden Jugendprojekten, die sich dem Thema Klimaschutz widmen. Vor der großartigen, engagierten und mutigen Greta Thunberg gab es tendenziell bescheidenes Interesse am Thema Klimawandel seitens der Jugendlichen. Davon ausgehend überlegte ich mir ein Projekt, welches die Teilnehmer auf ganz andere Art an das Thema heranführen sollte. Ich plante ein Hörspiel. Unser Hörspiel spielt in naher Zukunft. Der Klimawandel hat katastrophale Auswirkungen auf unsere Erde, aber auch auf unser Zusammenleben. Die Workshop-Teilnehmer denken sich Geschichten aus, die in dieser fast schon postapokalyptischen Welt (wie Walking Dead nur ohne Zombies) spielen. Die Protagonisten stellen sich den Folgen des Klimawandels, blicken zurück ins hier und jetzt und fragen sich, warum wir das alles zugelassen haben. Wir tauchen ein in eine Dystopie die gar nicht so weit entfernt ist. Durch dieses künstlerische trojanische Pferd setzten sich die Jugendlichen intensiv mit dem Thema auseinander. Durch die Reise in die Zukunft „durchleben“ sie die Konsequenzen und verstärkt hoffentlich das Gefühl des Aufstehens. Geplant sind fünf Projektwochen verteilt über die gesamte Region. Drei Schulen sitzen bereits im Boot – das Geschwister Scholl Gymnasium Berenbostel, die KGS-Laatzen und die KGS-Sehnde. Momentan suchen wir noch zwei Schulen für den Herbst.
Das gemeinsame Ausgangsszenario für diese fünf Hörspiele wurde am Freitag mit einigen Delegierten der teilnehmenden Schulen festgelegt. Das Team , bestehend aus Lorenz Seherr, Ewgeniy Ussach, Hilke Vollmann und mir, traf sich mit Schülerinnen und Schülern des Geschwister Scholl Gymnasiums Berenbostel, der KGS Sehnde sowie der Albert Einstein Schule Laatzen im Freizeitzentrum Vahrenwald. Nach einem kurzen Kennenlernen und einem inspirierenden Impulsvortrag ging es direkt ans gemeinsame Brainstorming, um im Anschluss dann in Kleingruppen erste Ideen zu einem Ausgangsszenario entwickeln. Weitere Impulse setzte mit seinem Expertenvortrag der Direktor der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz Dr. Eick von Ruschkowski. So offenbarten sich hier den Schülerinnen und Schüler bereits differenzierte Perspektiven zum Thema Klimawandel und der Notwendigkeit von Klimaschutz, die in die Idee für ein Ausgangsszenario einfließen konnten.
Morgen, am Montag, den 11.02.2019 fährt die erste Projekt-Gruppe bestehend aus 15 Schülerinnen und Schüler sowie einem Lehrer des Geschwister Scholl Gymnasiums gemeinsam mit uns auf eine erlebnispädagogische Studienfahrt – es geht mit Schülerinnen und Schüler nach Schneverdingen an die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz. Neben Teambuilding geht es darum, dort weitere Erfahrungen zum Thema Klimaschutz zu sammeln und inspiriert in eine arbeitsreiche Projektwoche zu starten.